Hat Corona die Situation in den Mega-Fleischbetrieben final entlarvt?

Was die meisten schon lange wissen, ist mit der Corona Pandemie einmal mehr und für alle ersichtlich aufgedeckt worden. Nachrichten, Zeitungen, Berichterstattungen, Talkshows drehen sich im Corona Jahr 2020  um das Thema, wie die Arbeiter bei den Fleisch-Konzernen “gehalten” werden, unter welchen Konditionen sie arbeiten müssen, was sie verdienen, wie sie leben und welchen Risiken diese Menschen aber auch wir Verbraucher ausgesetzt sind.

Trotz strikter Corona-Hygiene-Regeln haben sich über 1300 Mitarbeiter im Juni 2020 bei der Firma Tönnies angesteckt. Wie mehrfach berichtet wurde, sind die meisten Arbeitskräfte aus dem osteuropäischen Ausland und arbeiten hier teilweise unter schlimmsten Konditionen, verdienen meist  unter dem deutschen Mindestlohn, wenn man alle Stunden und Abzüge einkalkuliert. (Hinweis: zum 1. Januar 2021 wurden die Werkverträge gesetzlich verboten)

Im Zuge der massiven Corona Neuinfektionen von tausenden Mitarbeitern in der Fleischbranche, die lokal zu dem einen oder anderen Lockdown führten, zahlen wir Steuerzahler auch diese  Schäden anteilig mit: Zum Beispiel die Kosten der Massen -Tests, Quarantäne & Arbeitsausfälle unbeteiligter Bürger, Umsatz – Einbussen der vielen Einzelhändler und  Wirte aus den betroffenen Regionen.

So wäre es nur gerecht und angebracht, wenn sich die Kosten-Verursacher an den entstandenen Kosten beteiligen würden, so wie es im Juni 2020 vom Bundesarbeitsminister für Arbeit Herr Heil (SPD) vorgeschlagen wurde:

Der Fleischkonzern Tönnies wird nach Ansicht von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil für durch den Coronavirus-Ausbruch im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück entstandene Schäden haften müssen. “Es muss eine zivilrechtliche Haftung des Unternehmens geben”, sagte der SPD-Politiker der “Bild”-Zeitung. Wer durch Regelverstöße die Verbreitung des Coronavirus auslöse, müsse dafür auch haften.

Quelle: bad/AFP/dpa, “Wahnsinnig viel Geld verdient > Heil sieht Tönnies-Konzern in der Haftung”, vom 22. Juni 2020, ntv.de. (29. August 2020) 

Und:

Heil geht nicht davon aus, dass der Tönnies-Konzern mit Mitteln aus den staatlichen Rettungsschirmen unterstützt werden muss. Das Unternehmen habe in den vergangenen Jahren “wahnsinnig viel Geld verdient”Der Chef des Fleischkonzerns, Clemens Tönnies, hatte sich am Samstag öffentlich für den Ausbruch des Erregers unter Mitarbeitern seines Betriebs entschuldigt. Der Konzern stehe in “voller Verantwortung”, sagte er.

Quelle: bad/AFP/dpa, “Wahnsinnig viel Geld verdient > Heil sieht Tönnies-Konzern in der Haftung”, vom 22. Juni 2020, ntv.de. (29. August 2020)

Entgegen der Hoffnungen und Erwartungen von Herrn Heil (SPD), und der Tatsache, dass die Mega- Fleisch Konzerne, wie Tönnies, Wiesenhof & Co sehr viel Geld verdient haben bzw. verdienen, zahlen wir Steuerzahler auch noch die Löhne der Milliarden Euro schweren Unternehmen  über die staatlichen Rettungsschirme: 

Land soll Lohnkosten erstatten

Der Schlachtbetrieb Tönnies und weitere Subunternehmer haben beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Anträge auf Erstattung von Lohnkosten durch das Land Nordrhein-Westfalen gestellt. Hintergrund sind Quarantäne-Maßnahmen nach dem massenhaften Fund von positiven Corona-Infektionen bei Tönnies-Arbeitern am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück.

Gesetz sieht die Erstattung vor

Nach Angaben eines Sprechers des LWL werden die Anträge jetzt nach Eingang abgearbeitet. Um welche Summen es sich handelt und wann die Anträge bearbeitet werden, sei völlig offen, sagte Sprecher Markus Fischer der Deutschen Presse-Agentur. Das Infektionsschutzgesetz sieht die Erstattung vor, wenn Gesundheitsämter einen Betrieb schließen und Quarantäne anordnen.

Quelle: “Kritik an Tönnies-Antrag auf Lohnkostenerstattung”, vom 21.07.2020, wdr.de. (31.08.2020)

Klar, dass jedem Unternehmen gleiche Rechte und Finanzspritzen zustehen sollten: Allerdings sind wir der Meinung, dass man unterscheiden sollte, welches Unternehmen, warum, wie viel Geld beantragt und inwieweit ein Unternehmen an der Situation Schuld trägt oder eben nicht! Gerade beim Fall Tönnies gibt es noch eindrucksvolle Belege für dessen Mitschuld: Laut eindeutigen Berichten wurden bei Tönnies die Hygiene Vorschriften NICHT eingehalten, so dass die Mitarbeiter noch nicht einmal einen Mund-Nasen-Schutz im Schlachtbereich, also beim Arbeiten an rohem Fleisch, mit Lebensmitteln, getragen haben! 

Laut internen Prüfberichten des Arbeitsschutzes der Bezirksregierung Detmold, die dem WDR-Magazin Westpol vorliegen, sind in der Fleischfabrik Tönnies im Mai “gravierende Mängel” festgestellt worden – deutlich mehr als bislang bekannt. Demnach trug kein einziger Mitarbeiter im Schlacht-Bereich einen Mund-Nasen-Schutz. Toiletten waren verunreinigt.

Es ist eine lange Liste an Versäumnissen: Auf fünf Seiten hält die Bezirksregierung Detmold Mitte Mai fest, an welchen Stellen die Firma Tönnies wenige Wochen vor dem Corona-Ausbruch gegen die SARS-CoV2-Arbeitsschutzstandards verstößt und dabei das firmeneigene Hygiene-Konzept missachtet. Eine Kontrolle am 15. Mai 2020 ergab demnach: “Im gesamten Bereich der Schlachtung tragen die Mitarbeiter keine Mund-Nasen-Bedeckung.”

Das geht aus Berichten des Arbeitsschutzes hervor, die dem WDR-Magazin Westpol vorliegen. Demnach wurde Tönnies in der Pandemie zwischen Mitte März und Mitte Mai zunächst überhaupt nicht kontrolliert. Erst nach dem Corona-Ausbruch bei der Firma Westfleisch Anfang Mai rückten Kontrolleure in anderen Schlachtbetrieben an, so auch bei Tönnies.

Verunreinigte Toiletten und zu viele Sitzplätze

In Rheda-Wiedenbrück waren die Mängel offensichtlich: In der Kantine wurden “keine Maßnahmen getroffen, um die Anzahl der Sitzplätze zu reduzieren”, zudem sei keine Zwischenreinigung oder Desinfektion erfolgt.

Quelle: “Vor Corona-Ausbruch: Gravierende Arbeitsschutzverstöße bei Tönnies”, Von Henrik Hübschen und Marc Steinhäuser, 20. September 2020, wdr.de

Aus unserer Sicht ist das deutsche “System Fleisch” rundum krank und muss dringendst radikal verändert werden: Nicht nur Tiere und Menschen werden ausgebeutet, sondern auch wir Konsumenten werden in Gefahr gebracht. Zusätzlich finanzieren  wir (kleinen) Steuerzahler durch die staatlichen Rettungsschirme die Mega-Fleischbetriebe, welche auf Millionen € oder gar Milliarden € Gewinnen und / oder Rücklagen sitzen. Finden Sie das nicht gerecht?

 In diesem Zusammenhang finden Sie hier einen der vielen Berichte über Tönnies und dessen diverse Fleisch-und Wurst- Marken, vor welchen während des Corona- Ausbruchs bei Tönnies (im Juni 2020) gewarnt wurde:

Dass ein Schlachthof kein Ort der Heiterkeit ist, war zu vermuten. Erst recht, wenn die dort zu Nackensteak, Schnitzel und Filet zerlegten Tiere aus Massentierhaltung stammen. Wenig überraschend ist dort wohl nahezu alles dem Gewinnstreben und der Effizienz untergeordnet, zulasten des Tierwohls. Doch auch der Mensch ist betroffen, schließlich landen derartige Erzeugnisse zuhauf auf den Tellern.

 Und wenn es ganz dumm läuft, gibt es das Coronavirus noch oben drauf. Denn in Deutschlands größtem Schlachtbetrieb, Tönnies in Rheda-Wiedenbrück, wütet das Coronavirus. Eigenen Angaben zufolge werden hier pro Tag 750 Tonnen frisches Fleisch und 100 Tonnen Tiefkühl-Convenienceprodukte produziert und verarbeitet. Einen sehr hohen Marktanteil hat Tönnies im Schweinefleisch-Segment: Der betrug 2019 satte 30,3 Prozent, was rund 16,7 Millionen Schweine-Schlachtungen entspricht. Und eben hier wurden jüngst 1331 Mitarbeiter des Unternehmens positiv auf das Coronavirus getestet. Das entspricht einem Fünftel der Belegschaft, welche derzeit komplett unter Quarantäne steht.

Tönnies-Ware weit verbreitet

Lässt sich das Tierwohl beim Fleischkonsum meist noch ausblenden, hört für die meisten beim Coronavirus der Spaß auf. Sprich, viele Verbraucher wollen auf Produkte aus dem Hause Tönnies und generell auf Fleisch aus Großbetrieben verzichten. Aber wo steckt eigentlich überall Tönnies-Fleisch drin?

Bei verpacktem Fleisch müssen Verbraucher auf dem Etikett eine Information darüber finden, in welchem Land beziehungsweise in welchen Ländern die Tiere aufgezogen und geschlachtet wurden, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen informiert. Zudem muss sich bei Fleischprodukten ein Identifikationszeichen samt Code auf der Verpackung befinden. Laut Recherchen der Verbraucherschützer sind mit dem Tönnies-Unternehmen in Rheda-Wiedenbrück folgende Kennzeichen verbunden:

  • DE NW 20202 EG
  • DE NW 20028 EG
  • DE NW 20045 EG

Auch bei Aldi, Lidl und Co.

Tönnies beliefert täglich viele Supermärkte und Discounter wie Rewe, Aldi und Lidl. Bei den Discountern stehen die Produkte unter den Markennamen “Landjunker” und “Meine Metzgerei” im Frischeregal.

Zu Tönnies gehört auch die “Zur Mühlen”-Gruppe, die seit 2017 vollständig Teil des Konzerns ist. Aus dem Hause “Zur Mühlen” kommen folgende Marken:

Böklunder, Gutfried ,Zimbo, Hareico, Marten, Lutz, Weimarer, Dölling, Astro, Redlefsen, Schulte, Könecke, Jensen’s, Heine’s, Zerbster Original, Plumrose, Naumburger, Wilx, Vevia.

Tönnies steckt auch in Convenience-Produkten

Unter dem Markennamen Tillman’s werden Convenience-Produkte aus dem Tönnies-Konzern vertrieben. Man findet sie in den Supermärkten in Kühl- und Tiefkühltheken. Zum Sortiment von Tillman’s gehören beispielsweise die Toastys, die Schnitzelcompany, Tillman’s XXL Schnitzel sowie Tillman’s Qualitätsmetzgerei.

Und wie sieht’s in der Metzgerei aus?

Die Ware beim Metzger ist nicht etikettiert und auskunftspflichtig ist der Metzger auch nicht. Wenn der Frage nach Fleisch von Tönnies oder anderen Großbetrieben ausgewichen wird, ist das allerdings kein gutes Zeichen. “In handwerklichen Betrieben bekommen Sie in der Regel eh kein Fleisch von Tönnies”, sagt Artur Tybussek, Geschäftsführer der Kölner Metzger-Innung gegenüber RTL. “Höchstens mal in der Grillsaison als Zukauf.”…….

Quelle: awi, “Wo steckt das Tönnies Fleisch drin?”, vom 22. Juni 2020, ntv.de (29. August 2020)

 

Bitte beachten Sie, dass sehr wohl auch Metzger Fleisch und Wurstwaren der großen Fleischbetriebe verkaufen und nur noch ein kleiner Anteil von Metzger selber schlachtet und eigene Wurstwaren produziert. Somit könnten Sie auch bei einem Metzger und sehr wohl an einer Frisch-Fleisch-Theke (wie z.B. bei Edeka, Netto, Real und viele andere) Produkte aus Massentierställen und von Fleisch-Großkonzernen wie Tönnies, Wiesenhof & Co. beziehen.

Natürlich hat nicht nur Tönnies wiederkehrende  Corona – Massen – Ausbreitungen zu verzeichnen. Neben anderen Fleisch-Betrieben ist zum Beispiel auch Wiesenhof betroffen: Hier exemplarisch ein Auszug von der Produktionsstätte in Niederbayern Bogen, auch andere Wiesenhof Betriebe wurden von Corona Neu- bzw. Wiederinfektionen betroffen & geschlossen:

Über 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Wiesenhof sind jetzt positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Konsequenzen für die Produktion am Standort Bogen lassen seit mehr als einer Woche jetzt schon auf sich warten. Das ist nicht länger hinnehmbar. Die Hälfte der circa 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist über Werksverträge beschäftigt. Über Subunternehmen werden die aus Rumänien, Bulgarien und Polen stammenden Arbeitskräfte in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. „Dies sind meist ältere Häuser, in denen die Menschen dann in sehr beengten Verhältnissen zusammen wohnen. Abstand halten, eigene Sanitärräume – in Corona-Zeiten eine Grundvoraussetzung – ist hier nicht möglich“, erläutert der grüne Abgeordnete. In Straubing, in Bogen und Umgebung kenne man die Häuser und wüsste um die Probleme.

Quelle: Wochenblatt.de, “Corona -Infektionen: Das ist der wahre Preis für unser Biligfleisch”, vom 24. Mai 2020. (29. August 2020)

Corona bedingt sind einmal mehr die Tiere die Leidtragenden

Wie wir bereits hier ausgeführt haben, gibt es in Deutschland (dank der verschärften Verordnung zur Schlachtung)  weniger Schlachtbetriebe, die Tiere schlachten dürfen und können.  Zusätzlich werden über den Handel (die TOP 5 Discounter Ketten) bis zu 85% der Fleisch und Wurstwaren in Deutschland vertrieben, weshalb wir davon ausgehen, dass diese wiederum vertraglich eng mit den Fleisch-Schlachter-Konzernen (TOP 10) verbunden sind. On top gibt es immer größere Massenställe, die tausende von Tieren nach gesetzlichem Mindest-Niveau halten, wohingegen kleinere Bauern verdrängt werden. 
Wenn dann die Fleisch-Riesen Corona-bedingt ihre Schlacht- und Fleischverarbeitungs-Betriebe schließen und/oder Kapazitäten zurückfahren müssen, so dass hunderttausende Tiere in den ohnehin schon mega überfüllten, viel zu engen Ställen stehen, dann kollabiert das System in kürzester Zeit und massiv!

Denn die Tier-Abholungen und Schlachtungen sind in der Regel auf den Tag genau geplant, so dass sich während der Corona Pandemie und bei notwendigen Schlachthof-Schließungen die Tiere stapeln und die Bauern auf ihren Tieren sitzen bleiben & verzweifeln:

In der Corona-Krise haben große Schlachthöfe ihre Kapazitäten heruntergefahren. Für Bauern ist das ein existenzbedrohendes Problem: Ihre Schweineställe werden immer voller und der Umsatz ist eingebrochen.

Angesichts Corona-bedingt reduzierter Schlachtkapazitäten fordern Landwirte Hilfe von Politik und Behörden. Vor allem in Niedersachsen, einer der Schwerpunkte der Schweinehaltung in Deutschland, befänden sich die Betriebe in einer existenzgefährdenden Notlage, erklärten das Landvolk Niedersachsen und die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) gemeinsam.

Notwendig sei ein Maßnahmenbündel: Die vorübergehende Aussetzung von Schlachtobergrenzen, die Verlängerung der Arbeitszeit und zeitweise Ausnahmen bei den gesetzlichen Platzvorgaben für die Tierhaltung.

Weniger Schlachtungen wegen des Infektionsschutzes

Die Schlacht- und Zerlegekapazitäten sind schon seit Wochen aus Infektionsschutzgründen reduziert. Erschwerend kommen aktuelle Corona-Infektionen in zwei Großschlachthöfen in Niedersachsen hinzu: Ein Vion-Schlachthof im Kreis Cloppenburg musste seine Kapazitäten um gut die Hälfte reduzieren, ein zum Tönnies-Konzern gehörender Betrieb im Emsland muss zum Wochenende für drei Wochen komplett schließen. Tönnies hat dagegen Rechtsmittel angekündigt.

Dadurch können etwa 120.000 Schweine pro Woche weniger geschlachtet werden. Beide Betriebe stellten zusammen 40 Prozent der Schlachtkapazitäten für Schweine in Niedersachsen, sagte Landesagrarministerin Barbara Otte-Kinast im Landtag in Hannover. Unter Tränen erklärte sie den Abgeordneten, die Verzweiflung unter den Bauern sei sehr groß.

Schweine haben immer weniger Platz

“Wir werden in den nächsten Wochen ein gravierendes Tierschutzproblem in vielen Ställen bekommen”, sagte Otte-Kinast mit Blick darauf, dass die Halter keine Abnehmer für ihre Tiere mehr finden.

Quelle: “Schweinestau lässt Bauern verzweifeln”, 8. Oktober, tagesschau.de

Im schlimmsten Fall müssen die Tiere aufgrund von Platzmangel sogar notgeschlachtet und entsorgt werden! Das heißt: Diese Tiere wurden ihr gesamtes Leben lang in Massentierställen unter niedrigsten Bedingungen gehalten – sie wurden aus unserer Sicht Ihr Leben lang gequält-  um dann kostenpflichtig entsorgt zu werden. 

Ist das nicht der absolute Wahnsinn?

Corona ist jetzt - was kommt danach?

Jetzt leiden wir weltweit unter der Corona Pandemie: Das Virus, welches sich sehr wahrscheinlich über Tiere, eventuell über einen  Lebend-Tiermarkt in Wuhan, China ausgebreitet hat. Es gibt diverse Meinungen zur “Entstehung”, zum Ursprung von Corona, aber die gängigste und gemäß diverser Berichte die wahrscheinlichste Variante ist die Tatsache, dass sich COVID-19 über andere Tiere auf uns Menschen, wohl über Lebendtiermärkte, übertragen hat!

Wir sind der Meinung, dass sich die maximale Ausnutzung und der Missbrauch der Tiere, sei es für unsere Nahrung oder für unsere Kleidung, an uns Menschen rächt.

Wir sollten das stoppen, wir müssen respektvoll mit allen Tieren und mit unserer Natur umgehen, denn ansonsten könnte sich solch eine Pandemie schnell wiederholen, sobald wir diese aktuelle Corona Pandemie jemals loswerden sollten.

Sicherlich können wir nicht die chinesischen Tier-und Fleischmärkte beeinflussen, aber wir können jetzt und hier starten: Wir können als Vorbild fungieren und ein Zeichen setzen, indem wir  ausschließlich “gute, echte, lokale” Produkte & Waren kaufen, aus zuverlässigen, kontrollierten Quellen und konsequent die Ausbeutung von Tier und Mensch aktiv ablehnen und verweigern, durch entsprechenden Konsum

Wir fangen mit Fleisch und Wurstprodukten an, und werden das Konzept der “guten, echten, nachhaltigen, fairen” Quellen auf alle relevanten Produkte ausweiten! 

Das geht nur mit Ihrer Hilfe, bitte machen Sie mit, und werden Sie aktiver Teil der notwendigen Veränderung dieses Systems!

Zwei Interessante Artikel / Berichte zu möglichen Quelle von COVID-19 bzw. anderer Viren, die im Rauschen von Corona ziemlich untergegangen sind:

Virologe Drosten vermutet Marderhunde als Quelle für SARS-CoV-2

“Ich denke, es gibt eine Tierquelle”, führt Drosten weiter aus. “Man hat damals bei dem alten, ersten SARS-Coronavirus Schleichkatzen Virus-positiv gefunden, aber auch Marderhunde.” Jene Marderhunde seien in China eine Industrie. “Da könnte man mal drüber spekulieren, ob da vielleicht eine Quelle zu finden wäre”, so der Virologe.
Quelle: focus.de , “Marderhunde im Focus: Woher kommt das Virus ? Drosten bringt neuen Ansatz zum Corona-Ursprung ins Spiel”, vom 13. Mai 2020. (30.August 2020)
In China haben Wissenschaftler eine neue Art der Schweinegrippe entdeckt, die eine Pandemie auslösen könnte. Das Virus mit dem Namen G4 besitze “alle wesentlichen Eigenschaften, um Menschen infizieren zu können”, schrieben die Forscher mehrerer chinesischer Universitäten und des chinesischen Zentrums für Krankheitsbekämpfung und -prävention in einem am Montag veröffentlichten Artikel in der US-Fachzeitschrift PNAS.
Quelle: hup/AFP, “Neue Art der Schweinegrippe in China entdeckt – Sorge bei den Forschern” , vom 30. Juni 2020, web.de. (30. August 2020)

Ein weiterer Beweis, dass  das Corona Virus sehr wohl über Tiere übertragen werden und via Tier sogar mutieren kann, kommt aus Dänemark:

Dänemark riegelt Gemeinden ab > Sorge vor mutiertem Coronavirus, Stand: 06.11.2020

Um die Ausbreitung einer mutierten Form des Coronavirus zu stoppen, greift Dänemarks Regierung zu drastischen Maßnahmen: In Teilen Jütlands gilt ab sofort ein Lockdown. Die Mutation war auf Nerzfarmen entdeckt worden.
 

Millionen Nerze getötet

Frederiksen hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass das Virus bei dänischen Nerzen mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe. Deshalb werden nun alle Nerze im Land getötet. Es handelt sich um mehrere Millionen Tiere, deren Fell unter anderem für Pelzmäntel verwendet werden.

Bislang ist das mutierte Virus bei 214 Menschen in Dänemark festgestellt worden, darunter 200 aus Nordjütland. Der fachliche Direktor des dänischen Gesundheitsinstituts SSI, Kare Molbak, unterstrich, dass dieser Erreger nicht gefährlicher als andere Coronaviren sei. Das Risiko bestehe aber darin, dass es widerstandsfähiger gegenüber Antikörpern sei.

Quelle: “Sorge vor mutiertem Coronavirus”, vom 6.11.2020, Tagesschau.de, (6.11.2020)

Mit diesem Nerz-Coronavirus-Skandal aus Dänemark ist die tierische Virus-Mutation bei uns angekommen, und nicht nur in China oder anderen, entfernten Ländern vorhanden. Wir gehen davon aus, dass das Coronavirus nicht nur über Nerze mutieren kann und sich übertragen lässt, sondern auch via andere Tiere. Um dieses Risiko zu reduzieren und natürlich um unnötiges Tierleid zu vermeiden, sollten wir auf jegliche Tier-Ausbeutung verzichten und dies aktiv stoppen! Wer bitte braucht heute einen Pelz?

YouFee´s Zusammenfassung & Statement: 

Die Marktmacht der wenigen Fleisch – und Schlachtbetriebe sollte dringendst entspannt werden: Den Bauern sollten nahe gelegene Schlachthöfe zur Verfügung stehen, was nur möglich ist, wenn sich der Markt national öffnet, das Oligopol von Schlachtung, Vertrieb und Handel  durchbrochen wird.

Dies bedingt, dass wir Verbraucher gewillt sind, mehr Geld für Fleisch und Wurstwaren zu bezahlen und bewusst “gute” Fleischprodukte kaufen wollen & werden!

Wir müssen weg von der zentralen Abhängigkeit von wenigen Fleischbetrieben & Handelskonzernen, weg von der Massentierhaltung, weg von super BILLIG, hin zu fairen Konditionen & Preisen für alle am Wertschöpfungsprozess “Fleisch” Beteiligten, mit  absolutem Fokus auf das Tierwohl!

NUR wir Verbraucher können das ändern, indem wir dieses Massen-Billig-Konzept nicht mehr unterstützen, indem wir diese Produkte nicht mehr kaufen und damit ein klares Zeichen setzen, was wir Verbraucher wollen!

Lebendtiermärkte und jegliche Tierausbeutung  (z.B. Nerze) müssen weltweit verboten werden, damit sich die Risiken von neuen, gefährlichen  oder auch mutierten Viren und deren Ausbreitungen reduzieren bzw. nicht wiederholen! Auch Corona SARS-COV-2 soll angeblich von einem Lebendtiermarkt in China stammen… wenn diese abartigen Lebendtiermärkte und Tierausbeutungen nicht gestoppt werden, könnten wir mit weiteren Pandemien konfrontiert werden!?

Alle Waren, die tierische Produkte enthalten, sollten aus zuverlässigen, zertifizierten Quellen kommen, die garantiert die erforderlichen & definierten Kriterien einhalten, mit Fokus auf Tierwohl: Denn mit all den tierischen Billigwaren fördern wir den weltweiten Tiermissbrauch, die Tierquälereien, egal ob es sich um argentinisches Rinderfilet, Lederhandschuhe aus China, Daunen aus Polen oder Nerze aus Dänemark handelt!

Am Ende des Tages trägt jeder von uns die Verantwortung dafür, ob in Brasilien dank des Massenanbaus von Soja (= 80% dienen als Futtermittel der Nutztiere) und wegen der immensen Nachfrage nach Fleisch der Amazonas komplett abbrennt, oder ob in der Antarktis bald kein Eisbär mehr leben kann, weil es kein Eis mehr gibt… das alles ist ein Kreislauf, den wir noch retten können, wenn wir jetzt als Einheit agieren!

Lassen Sie nicht zu, dass wegen Macht-und Geldgier einzelner Konzerne oder Regierungen unsere Umwelt, unsere Erde, unsere Tier und auch wir Menschen kaputt gehen!

Machen Sie mit, ändern Sie das System durch Ihren Konsum!

Werden Sie mit der YouFee “Bewegung” Vorreiter und gutes Beispiel für Ihre Familie, Freunde, Nachbarn und hoffentlich auch für andere Länder!