Der Anteil von Bio Fleisch Produkten ist sehr gering

Anbei die Entwicklung von Bio Produkten an der gesamten Anbaufläche und der  gesamten Produktion, von 2014-2018: Natürlich werden hier nur Produkte, die das offizielle EU Bio Siegel haben und somit unter den Vorgaben der EU Öko Verordnung “hergestellt” wurden, herangezogen.  Hierzu gehören auch andere Bio Siegel Anbeiter, die als Basis die EU Öko Verordnung nutzen, wie zum Beispiel Demeter, Naturland, Bioland, etc. und auch Fleisch der Haltungsform Stufe 4.

Selbstverständlich sind Labels wie “initiative Tierwohl” oder Haltungsform Stufen 1-3 NICHT hineingerechnet, denn deren Kriterien sind weit entfernt von den Vorgaben der EU Öko Verordnung = dem EU BIO Siegel.

Entsprechend der rechts dargestellten Aufstellung von BOELW, hat sich seit 2014 der Bio Anteil von tierischen Produkten kaum bewegt, d.h. die Masse der Verbraucher kauft nach wie vor das Standard-, konventionelle Fleisch ein oder unterstützt Label wie zum Beispiel die “Initiative Tierwohl“, welche keine artgerechte Tierhaltung spezifizieren. 

Hier zusammengefasst die Entwicklung von Bio-Anteilen,  von 2014 bis 2018 (tierische Produkte):

      • Schweinefleisch: Zuwachs um ca.  0,2%: von ca. 0,6% auf ca. 0,8%
      • Rindfleisch: Zuwachs um ca. 2 %: von 3,5% auf 5,5%
      • Geflügelfleisch: Zuwachs um ca. 0,5%: von 1% auf 1,5%
      • Eier: Zuwachs um ca. 4,5%: von 7,5% auf 12% (das heißt, dass immer noch 88% aller Eier aus Qualhaltungen kommen, gemäß unserer Definition!)
      • Milchproduktion: Zuwachs um ca. 1%: von 3% auf ca. 4%
      • Schaf-und Ziegenfleisch: Zuwachs um ca. 2,5%: von: 10% auf 12,5%

Quelle: “Produktionsstruktur im deutschen Ökolandbau 2018” von Diana Schaack, BOELW.de

Diese Zahlen bedeuten im Umkehrschluß, dass wir in Deutschland ca. 99%  Schweinefleisch, ca. 98% Geflügelfleisch und ca. 94% Rindfleisch von Tieren kaufen, die entweder zu den extrem niedrigen, gesetzlichen Mindestkonditionen (konventionell) gehalten wurden, oder nur leichte Haltungs-Optimierungen genossen haben, wie zum Beispiel bei der “Initiative Tierwohl” oder “Haltungsform 1, 2 und 3“.

Warum kaufen wir maßgeblich das Billig-Fleisch aus der Massenproduktion,
das letztendlich zu Lasten von Mensch und Tier geht?

 Hierfür gibt es folgende, potentielle Gründe:

      • Die Verbraucher sind getäuscht und wissen im Zweifel gar nicht, dass sie Fleisch der untersten Kategorie = aus konventioneller Tierhaltung = aus Massentierhaltung kaufen & konsumieren, wie zum Beispiel unter der “Haltungsform Stufe 1”.
      • Den Verbrauchern ist nicht bekannt, wie sehr die Tiere unter der konventionellen Haltung leiden, was ihnen angetan wird und wie schlecht dieses Fleisch bzw. die billigen Wurstwaren für unseren Körper und unsere Gesundheit sein könnten.
      • Die Verbraucher kennen keine nennenswerten Alternativen oder sie vertrauen den Siegeln nicht.
      • “Gutes” Fleisch ist zu teuer, so dass sich nicht jeder BIO Fleisch zu den oftmals horrenden Preisen leisten kann.
      • Es ist dem einen oder anderen völlig egal, wie die Tiere gehalten werden und dass die Tiere erbärmlich dahinvegetieren und ihr ganzes, kurzes Leben lang leiden müssen und “gequält” werden, damit WIR dessen Fleisch konsumieren können: Diese Fraktion der Verbraucher ist uns entsprechend “WURST”!

Fakt ist: Solange wir in Massen das Fleisch aus der Massentierhaltung kaufen, haben wir Verbraucher eine Mitschuld an der Haltungssituation der Nutztiere, bewusst oder unbewusst! Durch den ungebremsten Konsum von konventionellem Fleisch fördern wir “automatisch” die Mega-Tierfabriken, die Fleischkonzerne und den Handel, die teilweise ordentlich an der Tier-Ausbeutung verdienen (siehe “Fleisch-das Milliardengeschäft” und “Der Handel = die wahre Macht)! 

Auf youfee.de finden Sie sehr viele, immer Fakten basierte Informationen über die Nutztierhaltungs-Gesetze, über konventionelle Haltungskonditionen, über die Spezifikationen diverser Siegel / Label, über das System Fleisch, deren Gewinner und Verlierer etc.: Wir wollen Sie informieren, aufklären und “gute” Alternativen schaffen, auf die Sie sich verlassen können: Sowohl bei der Einhaltung der Kriterien in  puncto Tierwohl & artgerechte Tierhaltung, als auch bei der Preisgestaltung und Transparenz.

Denn wir sind überzeugt, dass es viele Verbraucher gibt, denen “gutes” Fleisch, Tierwohl und unsere Umwelt wichtig sind. Dies wird auch immer wieder durch diverse Umfragen bestätigt.

Laut Umfragen ist die Mehrheit der Verbraucher an Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren interessiert

Es gibt einige Umfragen zum Wunsch der  Konsumenten: Eine davon ist diese aus dem Fleischatlas von 2018:

      •  85,1 % der Verbraucher wollen Fleisch von Tieren essen, die vorher gut gelebt haben.
      • 64% der Verbraucher stimmen zu, gerne mehr Geld für “gutes Fleisch”zu bezahlen, wenn sie die Gewissheit hätten, dass die Tiere artgerecht gehalten wurden. 
      • 27,1% der Verbraucher wissen nicht, wo sie Fleisch aus artgerechter Haltung kaufen können (plus 32,4% wissen es nur teilweise).
      • 45.1% der Verbraucher wissen nicht, woran sie Fleisch aus artgerechter Haltung erkennen können (plus 33,5%, die es nur teilweise wissen).
      • 43,8% + 33,4% (teils/teils) sagen, dass sie als einzelner Verbraucher nichts am Tierschutz ändern können

Wir können sehr gut nachvollziehen, dass vielen Verbrauchern unklar ist, welches Siegel, welches Label, welche “Marke” tatsächlich für artgerechte Tierhaltung steht. Es ist auch klar, dass der einzelne Verbraucher nichts an dem Tierschutz verändern wird, ABER zusammen, als Community, können wir dies sehr wohl ändern! 

Und genau deshalb haben wir YouFee gegründet: Wir wollen die am Tierwohl interessierten Verbraucher  informieren und diese mit den “echten, guten” Erzeugern verbinden.

Umfrage: Fleischatllas 2018

YouFee – Together we CHANGE!  

Wir Verbraucher können dies ändern! 

Wir allein haben die Möglichkeit, dieses Milliarden Euro Business, welches nicht nur die Tiere, die Erzeuger, sondern auch alle am Wertschöpfungsprozess beteiligten Menschen “ausnutzt”,  zu verändern, zu optimieren oder gar zu stoppen, indem wir ausschließlich Produkte kaufen, die zu fairen & artgerechten Konditionen “hergestellt” werden!

Wir sind davon überzeugt, dass viele Konsumenten sich bemühen, Tierwohl zu fördern und bereits heute versuchen,”gutes Fleisch” (aus artgerechter Haltung) zu wählen, indem sie bewusst kein Standard-Produkt, kein Super-Angebot kaufen, oder gar (viel) mehr Geld bezahlen (im Vergleich zu den Angebots-Posten), oder gezielt Fleisch – und Wurstwaren mit einem der vielen Siegel bzw. Label auf der Fleischverpackung kaufen, ohne zu wissen was tatsächlich dahinter steckt!

Wie wir dargestellt haben, bedeuten einige Siegel keine oder nur sehr geringe Verbesserungen in der Nutztierhaltung: Diese Siegel / Label dienen aus unserer Sicht nur der Verbraucher Irritation. Denn weder der Preis noch jedes Siegel stehen für besseren Tierhaltung, Tierwohl und die Gesundheit der Tiere! 

Dieses “Chaos”, diese Unsicherheit, diese Risiken, diese gesetzlich zulässigen Verbraucher- Irreführungen und das System an sich wollen wir zusammen mit IHNEN, via YouFee, ändern! 

Die vom BMEL beauftragte Forsa Umfrage bestätigt den Trend und das Verbraucher-Interesse am Tierwohl:

Quelle: BMEL.de

Laut einer aktuellen, offiziellen Forsa Umfrage (2020) ist für die Befragten folgendes sehr wichtig:

      •  Artgerechte Haltung der Tiere  – 66%
      • Faire Bezahlung der Mitarbeiter in landwirtschaftlichen Betrieben -64%
      • Gute Qualität der Produkte – 63%
      • Anwendung umweltschonender Produktionsmethoden- 52%
      • Verringerung gesundheitsbelastender Emissionen – 48%
      • Offenheit & Transparenz der Betriebe- 46%

Auch laut dieser aktuellen Umfrage sind Sie, die Verbraucher, eindeutig an artgerechter Haltung der Tiere, an fairen Konditionen für alle Beteiligten der Wertschöpfungskette, an der Produktqualität, an unserer Umwelt und an Transparenz der Betriebe interessiert!

 

Auch interessieren sich signifikant viele Menschen (laut der offiziellen Forsa Befragung von 2020) bereits seit 2015 für BIO-Siegel ( 50%), für “Fairer-Handel Siegel” ( 49%) und für Tierwohllabel (48%). 

Das bestätigt erneut unsere Annahme, dass sich viele von Ihnen für Tierwohl, fairen Handel und ökologische Kriterien bemühen.

Bei den 48% am Tierwohllabel Interessierten könnte man davon ausgehen, dass hier das Handels- Label “Initiative Tierwohl” eine Rolle spielt und sich die Befragten darauf beziehen, in dem Glauben, dass sie mit dem Kauf dieses Fleisches eine artgerechte Tierhaltung fördern. Denn ansonsten wäre der BIO-Anteil von Fleisch nicht so gering.

Nur leider definiert die “Initiative Tierwohl” nur geringe Verbesserungen zum gesetzlichen Standard und ist  weit entfernt  von ” artgerechter Haltung”, gemäß unserer Definition.  

 

Quelle: BMEL.de

YouFee Statement und Ziele:

Als logische Konsequenz aus der Forsa Umfrage in  Verbindung mit dem BIO-Anteil Entwicklungs-Report schließen wir, dass viele Verbraucher sehr wahrscheinlich mehr Geld für BIO Produkte, und hier speziell für artgerechte Tierhaltung ausgeben würden. Allerdings sind die Verbraucher entweder durch den Siegel- & Label- Dschungel irritiert oder werden gar getäuscht, so dass es möglich ist, dass Sie bereits heute mehr Geld für bessere Konditionen ausgeben, aber nicht die Lebensmittel / Produkte zu den erwarteten Konditionen erhalten.

Genau das wollen wir ändern, indem wir: 

  • Die Kriterien definieren und fixieren.
  • Deren Einhaltung regelmäßig und unangekündigt kontrollieren.
  • Teilnehmende Erzeuger & Betriebe vertraglich binden.
  • Die Preise fixieren und somit sicherstellen, dass sich die teilnehmenden Erzeuger & Betriebe artgerechte Tierhaltung leisten können & wollen, weil es sich für sie lohnt.
  • Darauf achten, dass alle Anbieter und Teilnehmer persönlich und mit “Leib und Seele” an ihre Tieren, an deren Wohl interessiert sind und nicht nur an höheren Preisen.
  • Wir stehen zu völliger Transparenz  und konsequentem Handeln und werden entsprechend alles offen mit Ihnen kommunizieren.

Es liegt an uns allen, was mit dem Tierwohl passieren wird, ob sich die Gesetze oder Unternehmen ändern werden, oder ob alles genauso so weiter geht wie bisher! Durch Ihr Konsumverhalten können Sie aktiv das System ändern, machen Sie mit!

Wir fangen mit Fleisch und Wurstwaren an, denn hier leiden jeden Tag hunderttausende Tiere in ihren Ställen und Käfigen, was wir schnellstmöglich optimieren wollen.  Wir werden ein besseres System, mit Fokus auf optimale Konditionen für alle Beteiligten in der Lieferkette, in der Wertschöpfung,  auf die gesamte Lebensmittel-und Textilbranche  ausweiten.