Erlaubte Lebensmittel-Zusatzstoffe: Legales BIG Business mit Chemie in unseren Lebensmitteln

Anbei ein kurzer aber sehr aussagekräftiger Vergleich zwischen konventioneller Landwirtschaft, der EU Bio Verordnung und weiteren drei Bio Siegel Anbietern, von “Quer”.

Der Einsatz von Gentechnik und auch der Einsatz von über 300 Zusatzstoffen sind bei der” konventionellen Landwirtschaft” bzw. bei konventionellen Produkten erlaubt. Von den Zusatzstoffen sind viele in der Kritik gesundheitsgefährdend zu sein. 

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) definiert – auch für Deutschland – welche Zusatzstoffe und in welcher Konzentration den Produkten (egal ob Wurstwaren, Müsli, Kekse oder Fertigsuppen…) zugesetzt werden dürfen. Natürlich mögen kleine Mengen der Chemikalien nicht unmittelbar schädlich sein, so dass man nicht sofort körperlich kollabiert (es sei denn man hat eine Allergie gegen eines der  Stoffe), aber unser Körper wird “unnötig” durch die Chemie belastet & teilweise sehr negativ beeinflusst (z.B. hormonell). Abgesehen von der mittel- und langfristigen Wirkung  einzelner Stoffe, nehmen wir oft unbewusst viele  dieser Chemikalien (Zusatzstoffe) mit unseren Lebensmitteln auf.  

 
Quelle: facebook > quer post vom 3. August 2017: "Seit 5 Jahren gibt es das EU Bio Siegel, aber richtig BIO ist das noch lange nicht"
Mehr als 300 Zusatzstoffe in Lebensmitteln sind  erlaubt und somit offiziell zugelassen. Zusatzstoffe dienen nicht den Konsumenten, sondern den Herstellern industrieller Nahrung, welche diese Zusatzstoffe einsetzen, um die Produkte länger haltbar und billiger zu machen. Der menschliche Körper benötigt diese Stoffe nicht, ganz im Gegenteil: Viele dieser Stoffe können der Gesundheit schaden, insbesondere wenn man zu viel davon einnimmt. Das größte Problem ist, dass der Verbraucher nicht weiß, wie viel von den jeweiligen Zusätzen in den jeweiligen Produkten ist, so dass es im Einzelfall sehr schnell  zu einer “Überdosierung” mit langfristigen Gesundheitsschäden kommen könnte.
Die mittlerweile über 330 Zusatzstoffe haben teilweise sehr lange Namen und können daher auch unter ihrer E-Nummer aufgelistet werden. Hierbei steht das „E“ für Europa. Hintergrund dafür ist, dass diese Liste für alle Mitgliedsländer der EU gilt. In der Zutatenliste werden Zusatzstoffe unter ihrem Klassennamen und anschließender Bezeichnung des Stoffes oder E-Nummer angegeben, z.B. „Antioxidationsmittel Ascorbinsäure“ oder „Antioxidationsmittel E 300“. Die derzeit erlaubten Zusatzstoffe können folgendermaßen eingeteilt werden:
  • Farbstoffe: E 100-180
  • Konservierungsstoffe: E 200-297
  • Antioxidations- und Säuerungsmittel: E 300-385
  • Verdickungs- und Feuchthaltemittel: E 400-495
  • Säuerungsmittel u. a.: E 500-586
  • Geschmacksverstärker: E 620-650
  • Süßstoffe u. a.: E 950-1521

Quelle: Verbraucherzentrale. de, vom 22. Juni 2020. ( 05. September 2020)

Und wie immer gibt es auch hier “Sonderlocken”,  denn:
Zusatzstoffe, die im Endprodukt keine technologische Wirkung haben, aber während der Herstellung verwendet werden, müssen nicht aufgeführt werden.
Damit z. B. aus einem trüben Apfelsaft später ein klarer Apfelsaft wird, setzt man Gelatine zum Binden dieser Trübstoffe ein. Diese wird anschließend wieder entfernt und ist im Endprodukt nicht mehr enthalten. Somit muss Gelatine in der Zutatenliste nicht auftauchen.
Auf „Klein“-Verpackungen, mit einer Oberfläche von weniger als 10 cm2 muss keine Zutatenliste aufgeführt sein. Dies betrifft z. B. einzeln verkaufte Zuckerfiguren und Ostereier. Hier können Verbraucherinnen und Verbraucher also nicht erkennen, ob Zusatzstoffe eingesetzt wurden. Überall dort, wo lose Lebensmittel eingekauft werden können, also beispielsweise beim Bäcker, im Restaurant und auch im Internet, ist es ausreichend, wenn die Funktionsklassen oder Zusatzstoffe auf einem Schild oder anderen Printmedien vermerkt sind. So reicht etwa die Angabe “mit Farbstoff”, “geschwefelt” oder “mit Süßstoff”. Für Personen, die empfindlich auf spezifische Zusatzstoffe reagieren kann diese ungenaue Angabe problematisch sein.
 Quelle: Verbraucherzentrale. de, vom 22. Juni 2020. ( 05. September 2020)
Diese Zusatzstoffe werden auf EU Ebene von der EFSA = Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigt. Die EFSA definiert den ADI-Wert = acceptable daily intake und legt für alle EU Staaten die maximale Aufnahmemenge pro Zusatzstoff und pro Tag fest, die “prinzipiell” keine unerwünschten Wirkungen auf den menschlichen Körper haben sollte. 
ALLERDINGS kann diese empfohlene Maximalmenge nicht kontrolliert werden, denn weder die EFSA noch die Konsumenten wissen, wie viel von dem jeweiligen Zusatzstoff z.B. pro 100 Gramm im jeweiligen Produkt enthalten sind.
Um die von der EFSA geschätzte, tägliche Maximalmenge per Zusatzstoff NICHT zu überschreiten, müsste man

1.  die in einem Produkt (z.B. Wurst, Salami, Gummibärchen, Müller Milch, Chips, etc…) eingesetzten Zusatzstoffe und Menge pro 100 Gramm wissen 2. die “vermutlich” unbedenkliche, tägliche Maximalmenge pro Zusatzstoff kennen 3.  die gegessene Menge jedes Produktes mit Zusatzstoffen vor dem Konsum abwiegen.

 Mit diesen drei Punkten könnte jedermann berechnen, wie viel Gramm man von einem Produkt essen darf, um nicht die tägliche Maximalmenge pro Zusatzstoff zu übersteigen, welche potentiell gesundheitsgefährdend werden könnte. Bei 300 Zusatzstoffen und dem Einsatz in sehr, sehr vielen Produkten wäre dies ein mühsamer und unpraktikabler Prozess! Es wäre nicht nur mühsam, sondern es ist teilweise unmöglich, weil oftmals noch nicht einmal alle eingesetzten Zusatzstoffe aufgelistet werden müssen, weil es auch hierfür Ausnahmen gibt (z.B. für lose Lebensmittel) oder die Bezeichnungen werden “freundlich” umschrieben. Ein Beispiel:  Glutamat wird heute sehr oft durch das Wort “Hefextrakt” ersetzt. Beides sind Geschmacksverstärker, können aber anders ausgewiesen werden:
Hefeextrakt ist also in der Tat ein Geschmacksverstärker. Da die Glutaminsäure allerdings natürlich darin vorkommt, gilt Hefeextrakt nicht als Lebensmittelzusatzstoff und muss nicht auf der Verpackung vermerkt werden. Ein kleiner “Taschenspielertrick” der Lebensmittelindustrie, also…

Glutaminsäure im Hefeextrakt – ist sie bedenklich?

Glutamat findet häufig in der asiatischen Küche Verwendung und soll hier schon für unangenehme Nebenwirkungen verantwortlich sein. Der Begriff “Chinarestaurant-Syndrom“ kam auf, nachdem Gäste über Kopfschmerzen und Taubheitsgefühle berichteten. Einen wissenschaftlichen Beleg oder gar eine Erklärung für dieses Phänomen gibt es bislang allerdings nicht….

So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel Hefeextrakt enthält:

Als Geschmacksverstärker muss Hefeextrakt nicht deklariert werden, aber es findet sich dennoch auf der Zutatenliste. Wenn Sie den Stoff vermeiden möchte, halten Sie nach folgenden Begriffen Ausschau:
  • Hefeextrakt
  • Würze
  • (natürliches) Aroma
  • Sojawürze
  • fermentierter Weizen
Quelle: “TASCHENSPIELERTRICK” DER LEBENSMITTELINDUSTRIE- Wie bedenklich ist Hefeextrakt wirklich?, 15.07.2020, von Anne Tessin, merkur.de, (10.12.2020)
Es ist wohl allseits anerkannt, dass einige Lebensmittelfarbstoffe (z.B. E 102, E 104, E 122, E 127…) insbesondere bei Kindern zu Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität führen können und einige andere Zusätze stehen in Verbindung mit den immer häufiger werdenden Erkrankungen unserer Gesellschaft: Demenz und Alzheimer. Das könnten wohl Gründe dafür sein, dass immer mehr Kinder unter ADS oder ADHS leiden, und immer mehr ältere Menschen an Demenz und Alzheimer erkranken…… Ein Beispiel:

520 | Aluminiumsulfat

Die Risiken Aluminiumsulfate enthalten Aluminium. Das Metall steht in Verdacht, Demenzerkrankungen im Gehirn, wie die Alzheimer- und Parkinsonkrankheit, zu fördern. Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass Aluminium als sogenanntes Metallöstrogen, die Wirkung der weiblichen Geschlechtshormone beeinflusst und so unter anderem die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigt. Trifft es mich? Schwefelsäure und Sulfate sind für Lebensmittel allgemein zugelassen und werden vor allem als Träger für Farb- und Aromastoffe, für die Aufbereitung von Trinkwasser und zur Festigung von Gebäck eingesetzt. Die reine Schwefelsäure wird meist nur zum Fällen von Eiweiß und Stärke zum Zwecke der Herstellung von Würzmitteln und Sirup benutzt und aus den Lebensmitteln mittels Hinzufügung von Lauge wieder entfernt. Sie ist wie Calciumsulfat (Gips) sogar für Öko-Lebensmittel zugelassen. Aluminiumsulfate verfestigen auf chemische Weise Glasuren von Obst und Gemüse. E520 bis und E523 sind in begrenzter Menge und nur für industriell abgefülltes Eiklar und für kandiertes, kristallisiertes oder glasiertes Obst und Gemüse zugelassen. Die Zusatzstoffe sind weit verbreitet; häufige Konsumenten industrieller Nahrungsmittel nehmen nach einer Studie der EU-Kommission bis zum 6,2-fachen der wöchentlich akzeptablen Dosis von 7 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht zu sich, Kinder sogar bis zum 7,5-fachen.
Quelle: Dr. Watson, Der Food Detektiv: www.food-detektiv.de, eine hervorragende Seite für detaillierte Informationen über die Risiken der über 300 zugelassenen Zusatzstoffe, soweit diese bekannt und/oder kommuniziert sind.,

Auszug aus dem  interessanten Bericht von Foodwatch “Rechtlos im Supermarkt” aus dem Jahre 2018: Dieser Report, dessen Evaluierungen & Forderungen von Foodwatch umfasst alle Lebensmittel, ist aber selbstverständlich auch für Fleisch und Wurstwaren valide. Hier nur ein Auszug > es lohnt sich den Report komplett zu lesen:

Es gibt unzählige Beispiele für unzureichenden Gesundheitsschutz: Zahlreichen Lebensmitteln werden Zusatzstoffe wie Azofarbstoffe beigesetzt, obwohl bekannt ist, dass einige Zusatzstoffe gesundheitlich umstritten sind. Andere Lebensmittel enthalten unnötig hohe Mengen gesundheitsgefährdender Kontaminanten wie Acrylamid, endokrine Disruptoren oder erbgutschädigender und potenziell krebserregender Mineralöle.

Nicht selten werden Fleischabfälle wieder in die Lebensmittelkette eingetragen („Gammelfleisch“). Milch, Fleisch und Eier können aufgrund kontaminierter Futtermittel mit Dioxin belastet sein. Die Entstehung von womöglich lebensgefährlichen antibiotikaresistenten Bakterien beim Menschen kann unter anderem  durch massiven Antibiotika-Einsatz in der Nutztierhaltung befördert werden.

Die Rezepturen von verarbeiteten Lebensmitteln werden von den Herstellern bewusst so abgestimmt, dass die Produkte besonders hohe Gehalte an Nährstoffen wie Zucker, Salz und Fett haben, damit die Verbraucherinnen und Verbraucher mehr davon verzehren. Das kann Krankheiten wie Diabetes und Fettleibigkeit fördern.……

In der Praxis verstoßen Hersteller nicht selten gegen das Täuschungsverbot oder sie unterlaufen es einfach völlig legal. Eindeutige Verstöße gegen das Täuschungsverbot sind zum Beispiel  Falschdeklarationen wie beim Pferdefleischskandal, bei dem Pferdefleisch in Lasagne als Rindfleisch verkauft wurde. Durch die unzureichenden gesetzlichen Regelungen für Aufmachung und Produktinformationen können Verbraucherinnen und Verbraucher aber auch völlig legal getäuscht werden. Irreführende Herkunftsversprechen oder Zuckerbomben, die wie gesunde Mahlzeiten verkauft werden, sind Beispiele für „legale Verbrauchertäuschung“, die im Supermarktregal an der Tagesordnung ist.…..

GESUNDHEITLICH UMSTRITTENE ZUSATZSTOFFE

Zusatzstoffe erfüllen ganz unterschiedliche Funktionen in Lebensmitteln: Konservierungsstoffe werden eingesetzt, um die Produkte länger haltbar zu machen. Farbstoffe lassen Lebensmittel  appetitlicher erscheinen und geschmacksverstärkende Zusatzstoffe werden verwendet, um an teuren Zutaten zu sparen, nicht aber am Geschmack. Jedoch sind etwa die Hälfte der mehr rund 390 (* 18)  in der EU erlaubten Zusatzstoffe bezüglich ihrer gesundheitlichen Auswirkungen umstritten (*19).

Sie dürfen trotz vermuteter negativer gesundheitlicher Auswirkungen eingesetzt werden. Azofarbstoffe [E 102, 110, 122, 124a und 129] sowie Chinolingelb [E 104] stehen zum Beispiel im Verdacht, ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom) auszulösen. Doch anstatt die bedenklichen Stoffe vom Markt zu verbannen, hat die EU die Hersteller lediglich dazu verpflichtet, ihre Produkte mit dem Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen“ zu versehen. Diesen Hinweis dürfen sie aber im Kleingedruckten auf der Verpackungsrückseite verstecken. Die Kennzeichnungspflichten für Zusatzstoffe setzen das in der EU-Basisverordnung und in der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung (*20) verankerte Vorsorgeprinzip somit nicht ausreichend um.
Eigentlich muss die Unschädlichkeit der Zusatzstoffe durch die Hersteller bzw. Inverkehrbringer nachgewiesen werden (Umkehr der Beweislast), bevor ein Zusatzstoff verwendet werden darf. Die Rechtspraxis sieht aber anders aus: Wie das Beispiel der Azofarbstoffe zeigt, sind Zusatzstoffe auch dann noch erlaubt, wenn wissenschaftlich fundierte Hinweise auf schädliche Gesundheitswirkungen vorliegen (*21).

Quelle: Foodwatch.org – Report:”Rechtlos im Supermarkt

Nachvollziehbar, dass die Chemiefirmen, also die  Hersteller dieser diversen, über 300 zugelassenen Zusatzstoffe, beste Partner vieler Lebensmittelproduzenten sind, natürlich auch von Fleisch- und Wurstherstellern, denn nur ein Bruchteil unserer Supermarktprodukte von den bekannten & beliebten Herstellern beinhalten gar KEINE dieser Zusatzstoffe.

Warum ist das so?

Diese Zusatzstoffe werden benötigt, um die Produkte günstigst herzustellen und lange haltbar zu machen. Extrem wichtig für Produzenten und den Handel sind sowohl die Herstellungskosten, welche man mit Aromastoffen optimal reduzieren kann UND die Haltbarkeit der Ware, denn alles muss überall und immer verfügbar sein, und somit so lange wie möglich haltbar gemacht werden!   Damit die Handelsmargen auch hoch genug sind, hoch bleiben und sich im besten Falle kontinuierlich noch erhöhen lassen, müssen die Herstellungskosten ständig optimiert werden, was wiederum mit mehr Einsatz von Chemie möglich ist. Das alles wissen viele, und insbesondere unsere Politiker und natürlich die Entscheidungsträger in der EU. Die Basis dieses Problems, die sogenannte “root cause”, liegt unseres Erachtens, bei folgenden Punkten, die in politischer Hand sind und mit entsprechenden Gesetzen geändert werden MÜSSTEN, falls wir Verbraucher besser geschützt werden wollen / sollen:
    • Die offizielle, EU weiten Zulassungen von über 300 Zusatzstoffen, inklusive der Stoffe, die laut vorliegender Studien sogenannte Volkskrankheiten verursachen oder zumindest fördern können, muss viel restriktiver vollzogen werden. Die Menschen und deren Gesundheit müssen im Fokus stehen und nicht Handelsmargen, lange Haltbarkeiten, kontinuierliche Kostenoptimierungen, etc.
    • Eine “legitime” Irreführung der Kunden durch Marketing wirksame Verpackungen, Produkt-Bezeichnungen und Produkt-Bildchen, welche Besseres verheißen als der Inhalt hergibt, muss konsequent verboten werden.
    • Die teilweise ungenügende Deklarationspflicht der Inhaltsstoffe muss aufgehoben und eine 100%-ige Transparenz sichergestellt werden.
    • Alle Inhaltsstoffe inkl. jeweiliger Mengenangaben müssen angegeben werden, auf jeder einzelnen Verpackung und auch bei losen Produkten.
    • Alle Informationen über den Herstellungsprozess und der verwendeten Stoffe müssen vom Hersteller öffentlich zugänglich gemacht und kommuniziert werden.
    • Die Menschen müssen über potentielle Gesundheitsrisiken der jeweiligen Stoffe und der zugelassenen Maximalmengen / pro Stoff aufgeklärt und informiert werden!
Unseres Erachtens sind unsere Politiker nicht daran interessiert, die oben genannten Punkte umzusetzen, die Verbraucher maximal zu schützen und auf zu klären. Folgende Gründe könnten die für uns notwendigen, gesetzlichen Änderungen bedingen:
    • Lobbyismus: Verbandelung einzelner “Politiker” in Aufsichtsräten, Vorständen und Verbänden von produzierenden Unternehmen, Konzernen, Verbänden, etc.
    • Sicherung deutscher Arbeitsplätze: “Angst” unserer Politiker vor Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland, welche immer wieder von betroffenen Unternehmen / Herstellern angedroht werden, falls man die Gesetze verschärfen würde.
    • Angst vor Steuer- Einbrüchen, denn die Steuereinnahmen hängen von den Umsätzen und Gewinnen der Unternehmen & des Handels ab
    • Eingeschränkte Handlungsfähigkeit Deutschlands durch EU Vorgaben.
    • Angst vor EU interner und internationaler Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produzenten.
    • Angst vor steigenden Lebensmittelpreisen
YouFee Kommentar zum letzten Punkt:  Die Lebensmittelpreise könnten & würden tatsächlich steigen, WENN man auf den Einsatz einiger Zusatzstoffen verzichten würde, und WENN man trotzdem den produzierenden Unternehmen ihre gewohnte Marge zugestehen würde. Allerdings könnte man sich hierdurch sehr wahrscheinlich einige Milliarden € im Gesundheitssystem sparen, welche man umverteilen und in eine faire Lebensmittelpreispolitik investieren könnte. Auch sollte man über Regulierungen der maximalen Hersteller- “Gewinn”- Margen nachdenken: Aus unserer Sicht ist es absolut ungerecht, dass Produzenten / Hersteller von Lebensmitteln bis zu 100% oder gar 500% Margen generieren können, welche zu Lasten der Verbraucher- Gesundheit gehen könnten.  Unsere Verbraucher Gesundheit sollte immer oberste Priorität haben, egal ob Zusatzstoffe die Produktionskosten reduzieren, ob die Haltbarkeit verlängern können oder das Produkt schöner aussehen lassen.  Speziell bei Wurstwaren gibt es noch einige andere Herstellungs-Tricks: Denn auch hier sind  in den allermeisten Fällen die Preise, also die Herstellungskosten, und eine lange Haltbarkeit entscheidend Um die Wurst maximal billig zu produzieren, wird sogar von manchen Produzenten der Einsatz von Fleisch soweit wie möglich reduziert und die benötigte Masse durch  innovatives, “chemisches Füllmaterial” ersetzt. Aber auch das ist ganz legal und wird durch unsere Gesetze gestützt. 

 

In den konventionellen Wurst- und Fleischprodukten können auch einige dieser Zusatzstoffe  (>300) verar-beitet sein.

Dieses Video ist nur eines von sehr vielen, die zeigen, wie Wurst professionell “gestreckt” werden kann und nicht selten auch entsprechend gestreckt wird.

 

Quelle: youtube.de, “Hauptsache billig: Was wirklich in der Supermarkt-Wurst steckt“, vom 17.12.2018, Der Spiegel

Wieso ist der Antibiotika Verbrauch in der Nutztierhaltung so hoch?
Ist das bedingt durch die Zustände in den Massentierställen?

ANTIBIOTIKA-RESISTENZEN IN DER NUTZTIERHALTUNG
Eine enorme Anzahl von Europas landwirtschaftlichen Nutztieren wird unter den heutigen Produktionsbedingungen buchstäblich krank  gemacht. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sprechen von Produktionskrankheiten, die in den verschiedenen Mitgliedstaaten der EU auf unterschiedlich hohem Niveau stagnieren oder sogar zunehmen. 
Weil die Ursachenbekämpfung nur durch eine kosten- und arbeitsaufwendige Änderung der Lebensbedingungen der Nutztiere gelingen kannnehmen die Landwirtinnen und Landwirte entweder gewisse Leistungsverluste kranker Tiere in Kauf – oder greifen zur Symptombekämpfung durch Antibiotika. So wurden in der EU im Jahr 2011 insgesamt 8.481 Tonnen Antibiotika für Nutztiere verwendet. 1.826 Tonnen allein in Deutschland,1.781 in Spanien, 1.672 in Italien, 913 Tonnen in Frankreich, 364 in den Niederlanden, 107 Tonnen in Dänemark sowie jeweils 14 Tonnen in Finnland und 13 Tonnen in Schweden.(*32)

Nachdem insbesondere in den skandinavischen Mitgliedstaaten seit Längerem Reduktionsmaßnahmen durchgeführt worden waren, begannen die Niederlande 2008 damit, den Antibiotikaverbrauch bei Nutztieren um 70 Prozent bis 2012 zu reduzieren. In Deutschland gilt seit April 2014 die tierarzneimittelrechtliche Verpflichtung, den Antibiotikaverbrauch betriebsgenau zu dokumentieren – dies gilt allerdings nur für Masttiere (und nicht Milchkühe, Muttersauen und Legehennen).

Zudem dürfen die Daten ausdrücklich nicht für weitergehende wissenschaftliche Auswertungen, geschweige denn für betriebsgenau vergleichende Analysen herangezogen werden. Genau dies ist jedoch die Voraussetzung, um herausfinden zu können, warum Landwirt und Tierarzt in einem Betrieb sehr viele Antibiotika benötigen, im anderen aber viel weniger. Hohe Antibiotikagaben sind nicht nur ein Indiz für  Mängel bei der Tiergesundheit. Sie verursachen zugleich resistente Bakterien, die auch für Menschen gefährlich werden könnenWie groß diese Gefahr aus dem Stall für die menschliche Gesundheit tatsächlich ist, lässt sich wissenschaftlich noch nicht mit Sicherheit sagen. Aber je mehr  Antibiotika im Stall eingesetzt werden, desto mehr antimikrobielle Resistenzen entwickeln die Tiere und desto größer wird das Risiko auch für Menschen – abhängig davon, wie nah sie den Tieren räumlich sind, und welche Konsumpräferenzen sie haben.

Quelle: Foodwatch.org – Report:”Rechtlos im Supermarkt“, 7.12.2018

733 Tonnen Antibiotika wurden 2017 in Deutschland in der landwirtschaftlichen Tierhaltung eingesetzt.

Quelle: peta.de, “Antibiotikaeinsatz in deutschen Ställen”

Auch wenn die Tonnen von Antibiotika  in der    Nutztierhaltung – nur in Deutschland waren es 2011: 1.826 Tonnen und 2017: 733 Tonnen –  zahlenmäßig rückläufig sind, heißt das nicht zwingend, dass es besser geworden ist! 

Bitte bedenken Sie, dass sich die Zusammensetzung und die “Stärke” der Antibiotika verändern lässt, wodurch man weniger Tonnen benötigt. Die Belastung für die Tiere und auch für uns Menschen muss dadurch in keinster Weise besser oder reduziert sein. Die Vergleichbarkeit zwischen den Jahren von benötigtem Antibiotika ist daher – soweit uns die Daten vorliegen – unmöglich. 

Wir gehen davon aus, dass sich nur die Intensität & die Zusammensetzung der Medikamente ändert, aber nicht die potentiell negativen Auswirkungen auf die Konsumenten, welche durch den massiven Antibiotika Einsatz entstehen könnten, welchen wir über unsere Nahrung aufnehmen: Entweder direkt über Fleisch oder über andere pflanzliche Produkte, wenn die Felder mit  Mist & Gülle gedüngt werden, welche von Tieren stammt, die mit Antibiotika behandelt wurden .

Mit der Konsequenz: 

Durch den massiven Einsatz antibiotisch wirksamer Medikamente in der Tierhaltung werden immer mehr Keime resistent, so dass eines, mehrere oder alle Antibiotika nicht mehr wirken. Die Antibiotikaresistenz führt dazu, dass Tausende Menschen jedes Jahr an relativ einfachen bakteriellen Erkrankungen sterben, die normalerweise unkompliziert behandelt werden können.

Quelle: “Antibiotikaeinsatz in deutschen Ställen”, April 2014, Peta.de

Es können Antibiotika-Rückstände nachgewiesen werden, diese sind zwar “relativ” gering, aber ausreichend um uns Menschen zu schaden.
…die eigentliche Gefahr (geht) von den Keimen aus, denn durch die häufige und nicht immer fachgerechte Gabe mutieren sie und werden somit resistent gegen antibiotisch wirksame Substanzen…..Schätzungen zufolge sterben in Deutschland jedes Jahr 2.000 bis 30.000 Menschen an den Folgen einer MRSA-Erkrankung.

Quelle: “Antibiotikaeinsatz in deutschen Ställen”, April 2014, Peta.de

Ohne Antibiotika geht es nur, wenn die Tiere “GESUND” sind, was bedingt dass die Tiere artgerecht gehalten und behandelt werden! Dies setzt mindestens ausreichend Platz, Einstreu, Bewegung, Auslauf, gutes Futter, regelmäßige Stallsäuberungen voraus. Nur leider ist von diesem Level die Massentierhaltung, unter konventionellen, gesetzlich vorgegebenen Mindestvorgaben, und somit die Mehrheit unserer Fleischwaren weit entfernt!

YouFee´s Zusammenfassung & Statement

Die Tatsache, dass  über 300 Zusatzstoffe in unseren  Lebensmitteln erlaubt sind, welche bei “Überdosierung” mit entsprechenden Folgen auf unsere Gesundheit einhergehen können, ist erschreckend. Es ist bewiesen, dass viele zugelassene Stoffe negative Auswirkungen auf unseren Körper haben können und ein Grund für die “neuen” Volkskrankheiten wie Demenz, Alzheimer, ADHS,… sein könnten.

Warum wird das gesetzlich geduldet? Warum werden so viele Zusatzstoffe zugelassen, obwohl es diverse Studien und Berichte über die potentiellen, gesundheitlichen Risiken gibt?

Auch wenn die Studien über mögliche Zusatzstoff-Auswirkungen öffentlich zugänglich sind, und somit von jedermann gelesen werden könnten, werden die Verbraucher nicht aktiv informiert oder gewarnt! Abgesehen davon können wir uns nur bedingt schützen, weil die Zusätze nicht immer und überall zu 100% transparent deklariert sind.

Außerdem wird von der Bevölkerung im Allgemeinen erwartet, dass uns sowohl die Politik durch entsprechende Gesetze schützt, als auch die Lebensmittelhersteller niemals mit potentiell gesundheitsgefährdenden Stoffen belasten würden….

Weil diese Erwartungshaltung heutzutage leider nur bedingt (oder gar nicht?) erfüllt wird, sollten wir Verbraucher uns aktiv informieren und bewusst auf “gute” Produkte achten: Deshalb wollen wir auf YouFee.de alle Lebensmittelhersteller und deren Produkte listen, die ihre Zusatzstoffe zu 100% transparent angeben wollen und werden, und die uns garantieren, dass nur die absolut notwendigen und für unsere Gesundheit ungefährlichen Zusatzstoffe eingesetzt werden, ohne Tricks & Täuschungen!

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Der Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung ist immens! Es ist bewiesen, dass Antibiotika Rückstände im Fleisch verbleiben können und dass dies gefährlich für unsere Gesundheit sein kann.

Dass Tiere im medizinischen Notfall Antibiotika nehmen müssen, ist in Einzelfällen unvermeidbar und notwendig, falls es keine andere Behandlungsmöglichkeit gibt. ABER der Einsatz von Antibiotika muss der Ausnahmefall sein und bleiben, was nur möglich ist, wenn die Tiere artgerecht gehalten werden und gesund leben dürfen.

In jedem Fall sind wir der Meinung, dass Antibiotika Gaben dokumentiert werden und diese Informationen den Verbrauchern zur Verfügung gestellt werden sollten.

Wir stehen für maximale Vermeidung von Antibiotika, für völlige Transparenz der eingesetzten Zutaten und für den Einsatz von absolut notwendigen Zusatzmitteln: Unsere YouFee Partner sollten diese Bedingungen problemlos akzeptieren können, wenn sie “gute” Produkte produzieren wollen.